Kategorie-Archiv: An-und Weltsichten

Liberté, Egalité, Fraternité

Irgendetwas ist ordentlich schief gelaufen mit der Emanzipation. Verständlich, dass das Pendel nach x-tausend Jahren Unterdrückung und Missachtung der Frauen etwas gar weit in die andere Richtung schwingen musste, doch langsam könnten wir uns alle wieder einkriegen.

Gleiches mit Gleichem zu vergelten, das ist doch Kindergarten. Ihr habt uns unterdrückt, jetzt unterdrücken wir euch. Ihr habt uns missachtet, jetzt missachten wir euch. Ist jemandem wohl dabei? Gleiche Rechte, gleiche Chancen: Selbstverständlich! Aber müssen wir dafür auch gleich werden? Die Männer weiblich und die Frauen männlich? (Igitt!)

Als ich einmal so dasass in der Zeit meines Anatomie-Studiums, vor mir die Skizze einer Frau und eines Mannes, beide nackt, da wusste ich: Männer und Frauen sind nicht gleich. Sie könnten verschiedener nicht sein. Sie: Muschi. Er: Schnäbi. Sie: Brüste. Er: Männerbrust. Sie: weich. Er: hart. Er: Prostata, doppelt so viele Schweissdrüsen, grössere Muskelmasse, stärkere Körperbehaarung, Testosteron ohne Ende. Sie: Gebärmutter, Milchdrüsen, Klitoris, Hormonzyklen. Um nur die offensichtlichsten Unterschiede zu nennen.

Und jetzt gehen Sie mal auf einen Modellflugzeug-Spielplatz und zählen die Frauen. Oder die Männer im Kindergärtnerberuf. Bereits wundert man sich, dass trotz „Chancengleichheit“ sich die Geschlechterverteilung bei der Berufswahl kaum verändert hat. Warum nur?

Das Ziel der Emanzipation ist nicht Gleichheit, sondern: Freiheit. Frei ist, wer die Wahl hat. Sprich, wer seiner Berufung ohne äussere Einschränkungen folgen kann, sei das nun zum CEO oder zum Familienmanager, zum Elektriker oder zur Domina. Frei ist, wer beides sein kann: Stark/schwach, hart/weich, laut/leise, grob/fein, zupackend/zulassend.

Was bedingt, dass man geübt hat. Und dabei gemerkt:

A) Scheitern bringt einen weitern.

B) Es bricht kein Zacken aus der Krone.

C) Man kann viel lernen, indem man sich inspiereren lässt vom anderen Geschlecht und sich rückbesinnt auf das eigene.

D) Es ist noch ein weiter Weg (vermutlich x-tausend Jahre)

Und dann streitet sich die Schwarzer mit der Roche, ob Schwanzlutschen sich gehört für eine emanzipierte Frau, weil Unterwerfung. Ist doch gar kein Widerspruch! Ist schönes, pralles, vielfältiges Leben, jenseits aller vorgespurten Rollenzwänge. Oder, was meinen Sie?