Archiv für Januar 2009

Mama & Sohn Logistik GmbH

Montag, 19. Januar 2009

Eine der grossen Herausforderungen im Familienmanagement ist die Logistik. Eine Herausforderung, an der 87,25% aller Männer scheitern (Quelle: privat). Hier sind Höchstleistungen im vernetzten Denken gefordert: Welches Objekt wird wann wo wie lange gebraucht? Wie wird der Weg von A nach B optimal genutzt? Welches Verkehrsmittel benutze ich? Welche Vorbereitungen sind am Vorabend zu treffen? Wann werde ich wo eintreffen, wann abreisen? Wen benachrichtige ich wann über mein Erscheinen? Wie sind die Öffnungszeiten der Post? Welche Objekte werden benötigt, und für wie lange? Was ist wem von wem auszurichten? Wie hoch ist die Liquidität? Welche Kleidung taugt für alle Transaktionen? Wie wird das Wetter? Wem übergebe ich wo und für wie lange mein Kind?

 

Das Stubenwägeli muss zurück zur Tante, mit kleinem Geschenk, die Apfelkisten von der Tante zurück zu Omi, Laptop muss dabei sein, Opa will sein Bier, Mama die Kartoffeln, der kleine Prinz will  Finkli, Käppeli, Znüni, Baby-Dinkel-Kekse, Nuggi, Bäri, Tee, Reservewindeln, Feuchttücher. Dann brauche ich: Doping-Schoggi für die Geschäftsbesprechung, die Agenda, ach ja, die Sonnenbrille, Reservekleidung für den Prinzen. Unterwegs auf dem Hof kaufen: Süssmost, Kartoffeln, Birnen, Kürbisse, im Reformhaus die Säuglings-Folgemilch, Briefmarken auf der Post, bestefreundin-Autokleber beim Drucker abholen. Notfall-Globuli im Praxis-Briefkasten zum Abholen deponieren. Achtung, nicht verwechseln: Doping-Schoggi mit Dinkel-Baby-Keks! Abholen von diversen vergessenen Gegenständen bei anderen Müttern. Andere Gegenstände ebenda liegen lassen. Kleiner Umweg zu den Geissli, und wenn wir schon da sind, halt auch grad zu den Yaks und zu den Schöfli. Mist, Gummistiefel vergessen. 

Mama & Sohn Logistik GmbH: Wir sind leider ausgebucht für die nächsten ca. 13,5 Jahre. Bitte wenden Sie sich an unsere Mitbewerber. Vielen Dank. 

 

 

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